Es sind diese lauen Sommerabende am Ufer der Seine, wo die Zeit plötzlich inne hält in dieser lebendigen und unfassbar intensiven Stadt.
Auf dem Wasser die ewige Regatta der Ausflugsboote mit fröhlich winkenden
Gästen. Improvisierte Tischdecken auf buckligem Pflaster der Kais, darauf Baguette, Wein, Käse, mehr braucht es nicht. Ein urbaner Zufluchtsort für Seele und Sinne - befreiend anders. Glückliche Stunde. Letztes Sonnenlicht legt sich goldschimmernd auf die Ile de la Cité und auf Notre Dame. Achthundert Jahre Stein gewordene
Geschichte. Bald werden die Lichter angehen und die Stadt, von der alle träumen, wird wieder ihr Traumgesicht herzeigen, wie jeden Abend, jede Nacht,
in mondäner Poesie.
Paris ist die Stadt der Monumente, der großen Boulevards, der bühnenhaft
arrangierten Prospekte, die Stadt der majestätischen Plätze. Daneben ist sie
vielerorts Kleinstadt, mit kleinen Plätzen und Läden, wo Madame und Monsieur mit dem Hund spazieren und mit dem Bäcker um die Ecke ausgiebigen Plausch halten. Ihr Panorama aber macht, von der Spitze des Eiffelturms oder einer Brücke aus
gesehen, klein und sprachlos und seltsam glücklich.
Paris - das Fest fürs Leben. Jeden Tag.
»Paris ist die Hauptstadt des 19. Jahrhunderts« schrieb Walter Benjamin und auch diese neue Hommage à Paris macht dort Station:
bildnerisch mit den Werken der Impressionisten, musikalisch in den berühmten
Salons der großen Geister jener Zeit, wo Komponisten und Virtuosen wahre
Triumphe feierten.
Ulrike Moortgat-Pick zeichnet die Stadt der Musiker und Künstler in einem stimmungsvoll pianistischen Porträt mit Werken von Liszt, Chopin, Mussorgsky, Dutilleux, Fauré, Saint-Saëns, Piazolla u.a.
Werner Kirsten hat mit seiner subtilen Fotografie zu ausgewählten Texten und der Einbeziehung von Klaviermusik eine neue, künstlerische Dimension eröffnet. Dieses Projekt wird im Leipziger Gewandhaus im März 2012 Premiere haben.














